HF.at Ligacheck – EBEL Woche 16 by eishockeynews.com
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HF.at Ligacheck – EBEL Woche 16
Mittwoch, 11.Jänner 2012 - 14:56
Die Erste Bank Eishockey Liga geht in die Endphase des Grunddurchgangs und es gibt die ersten Entscheidungen. 4 Teams stehen schon fix im Viertelfinale, zwei Mannschaften müssen bereits für die Quali-Runde planen. Der Kampf um die Top 6 wütet weiterhin und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass sich ab 22. Jänner am allgemeinen Bild so einiges verändern wird.
Inhaltsverzeichnis:
» Das war in Woche 16...
» 1. Black Wings Linz (1 Sieg, 2 Punkte, 7:7 Tore)<
» 2. Medvescak Zagreb (2 Siege, 6 Punkte, 11:8 Tore)
» 3. Red Bull Salzburg (2 Siege, 5 Punkte, 18:16 Tore)
» 4. KAC (3 Siege, 6 Punkte, 13:13 Tore)
» 5. Fehervar (2 Siege, 5 Punkte, 12:15 Tore)
» 6. Olimpija Ljubljana (2 Siege, 4 Punkte, 13:10 Tore)
» 7. Vienna Capitals (2 Siege, 4 Punkte, 11:14 Tore)
» 8. Graz 99ers (2 Siege, 4 Punkte, 11:9 Tore)
» 9. Villacher SV (2 Siege, 4 Punkte, 10:8 Tore)
» 10. Orli Znojmo (2 Siege, 6 Punkte, 13:11 Tore)
» 11. HK Jesenice (0 Siege, 0 Punkte, 4:14 Tore)


Das war in Woche 16...

In den letzten beiden Wochen wurde sehr viel Eishockey gespielt, doch an der Tabelle selbst hat sich nur ganz wenig geändert. Die Positionen wirken wie einzementiert und auch die Entscheidung über die Top 6 dürfte bereits gefallen sein. Fix für die Play Offs planen können bereits Linz, Zagreb, Salzburg und Klagenfurt, für Fehervar und Ljubljana steht die Viertelfinal-Qualifikation unmittelbar bevor. Es könnte schon am kommenden Wochenende so weit sein, denn die Verfolger in der Tabelle dürfen sich absolut keine Ausrutscher mehr leisten. Nur wenn aus dem Trio VSV, 99ers und Capitals einer alle verbleibenden Partien gewinnen sollte, hätte er noch Chancen auf einen Sprung über den Strich. Und dann dürfen aber weder die Ungarn, noch die Slowenen noch ein Match siegreich beenden.

Noch ist es aber möglich und daher ist zumindest fürs kommende Wochenende noch für jede Menge Spannung gesorgt. Und wer weiß, vielleicht setzt ja wirklich noch ein Team aus der unteren Tabellenhälfte zum Sensationslauf an und springt in der letzten Minute über den Play Off Strich. Aussehen tut es derzeit aber nicht danach.

Wie sich die Tabelle überhaupt seit geraumer Zeit nicht mehr nennenswert verändert hat. Ein Zeichen dafür, dass die Positionen bezogen sind und die Kräfteverhältnisse genau so sind, wie sie jetzt gerade schwarz auf weiß am Papier stehen. Doch das kann und wird sich auch ändern, denn spätestens ab 22. Jänner rutscht alles wieder ganz knapp zusammen. Mit der Zwischenrunde wird es aller Voraussicht nach wieder zu mehr Platzrotationen kommen, als das in den letzten Wochen der Fall war. Vor allem ganz vorne sieht es zumindest danach aus, denn Linz hat in jüngster Vergangenheit viel von den geholten Punkten vor Weihnachten gelebt. Wenn dann der Vorsprung nur noch einen Zähler beträgt, kann es schnell nach hinten gehen.

Selbiges gilt aber auch für die Qualifikationsrunde, die absolut ungeliebt, aber besonders spannend werden wird. So gesehen ist es gut, dass dort unten gleich drei österreichische Teams stehen dürften, denn damit wird dieser Hoffnungsrunde besondere Aufmerksamkeit zukommen. Mindestens einer aus dem ÖEHV Trio wird allerdings nicht ins Viertelfinale kommen – und da haben wir noch gar nicht vom Überraschungspotential von Znojmo oder dem HK Jesenice gesprochen. Zumindest die Tschechen haben zuletzt immer wieder gepunktet und mit guten Partien aufgezeigt.

Der Modus selbst wird verständlicher Weise weiterhin intensiv kritisiert und vor Bekanntgabe des Spielplans für diese Zwischenrunde gab es auch noch dem ein oder anderen Protest, weil die Liga die Ansetzungen so getätigt hatte, dass im Idealfall vor allem zu Beginn das Feld näher zusammenrückt und damit die Spannung hoch bleibt.

Apropos hoch: das sind auch die Zuschauerstatistiken derzeit. Der Dezember hat sich im Endspurt noch gehörig verbessert und ist im Saisonschnitt bislang der zweitbeste Monat nach dem Oktober gewesen. Dank Zagrebs IceFever wird aber der Jänner wieder uneinholbar werden: der Schnitt liegt schon jetzt bei über 4.000 Fans pro Partie im ersten Monat des Jahres – und da kommen noch einmal 4 Arena-Spiele mit zu erwartenden 60.000 Fans dazu! Man darf gespannt sein, ob sich der Gesamtschnitt an den Rekordwert der letzten Saison annähern kann- Derzeit hinkt man noch um ca. 4% hinter der Vorjahersleistung hinterher.

Aber nicht nur auf dem Eis wird es jetzt immer spannender, sondern auch abseits davon. Mit 31. Jänner schließt sich das IIHF Transferfenster für diese Saison und es gibt noch diverse Mannschaften, die auf der Suche nach Verstärkungen sind. Man darf also noch durchaus mit neuen Gesichtern in der EBEL rechnen, wenngleich der Spielermarkt heuer unüblich übersichtlich bleibt und viele Mannschaften etwas damit hadern, dass keine richtigen Verstärkungen am Transfermarkt verfügbar sind. Es dürfte als quer durch Europa relativ gut eingekauft worden sein im letzten Sommer.

Ein großes und nicht unwesentliches Thema der letzten Wochen war auch die Nationalliga, was hier nicht unerwähnt bleiben soll. Innsbruck und der ATSE haben angekündigt, sich in Richtung Ausland zu orientieren, Dornbirn hat einen kolportierten bevorstehenden Einstieg in die EBEL rasch dementiert. Noch laufen aber im Hintergrund Gespräche zwischen der Erste Bank Eishockey Liga und dem HCI bzw. auch Dornbirn. Interessant ist allerdings, wie der ÖEHV auf die Entwicklungen in „seiner“ Nationalliga reagiert. Gar nicht nämlich. Typisch die erste Abwehrreaktion in diversen Interviews, in denen der schwarze Peter sofort der EBEL zugeschrieben wurde. Noch immer muss man sich fragen, warum die EBEL über eine zerfallende Liga nachdenken soll, die der ÖEHV ausrichtet. Zuerst sollte der Verband bei sich selbst beginnen und sich fragen, warum er keine funktionierenden Strukturen zur Verfügung stellen kann.

Fakt ist, dass der Trend in kleineren Eishockeymärkten in Zukunft über die Landesgrenzen hinaus gehen wird. Die reinen Verbandsligen dürften der Vergangenheit angehören, überregionale Ligen scheinen gerade für Eishockeyzwerge wie Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn oder auch Italien sinnvoller zu sein. Die EBEL hat das bereits erkannt und spielt hier auf höchster Ebene bereits eine Vorreiterrolle. Doch auch im Nachwuchsbereich gibt es schon Kooperationen über die Grenzen hinaus. Nur wer über seinen Tellerrand hinaus blickt wird erkennen, dass er sich in einem kleinen Markt nur dann halbwegs mit den Großen vergleichen kann, wenn er überregional denkt. Und diesen Schritt wird der ÖEHV wohl so schnell nicht machen können. Zu verkrustet sind die Strukturen und Denkweisen.

HF.at blickt auch nach Woche 16 kurz zurück und schaut, wie es den einzelnen Teams so ergangen ist in den letzten Runden des Wochenendes. Mit den Auf- und Absteigern, den Überraschungen und auch den Spielern der Woche.



» Zu Teil 2: 1. Black Wings Linz (1 Sieg, 2 Punkte, 7:7 Tore)<









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