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HF.at Ligacheck – EBEL Woche 10
Montag, 21.November 2011 - 16:35
Zwei Wochen sind seit dem letzten Ligacheck vergangen und trotz Nationalteampause hat sich jede Menge getan in der Erste Bank Eishockey Liga. Die Tendenzen von vor der Pause haben sich zuletzt deutlich fortgesetzt und man darf erwarten, dass sich der Kampf um die Top 6 Plätze weiter intensivieren wird. Wir blicken zurück – dieses Mal auf die letzten Wochen in der EBEL und wagen auch einen kleinen Ausblick auf die nächste „englische Woche“.
Inhaltsverzeichnis:
» Das war in Woche 10...
» Die Ränge 1 bis 5
» Die Ränge 6 bis 11
Das war in Woche 10...
Die letzten beiden Wochen standen klar im Zeichen der Schreckensmeldungen aus Jesenice. Wieder einmal verließ gleich eine Handvoll Legionäre die Krainer, weil diese bei der Zahlung der Gehälter säumig waren. Der HKJ versuchte aber sofort zu beruhigen, meldete sich via Brief bei der Liga und unterstrich, dass man diese Saison definitiv zu Ende spielen werde und auch in der kommenden Saison in der EBEL spielen möchte. Seit Jahren sind die Probleme bei den Krainern bekannt, so früh im Jahr wurden sie aber noch nie öffentlich. Das Problem soll vor allem im Bereich der Sponsoren liegen, denn Jesenice bekommt seine Gelder offenbar nur zwei Mal im Jahr ausbezahlt. Zu Beginn einer Saison und dann wieder im Jänner. Aus der ersten Tranche sollen einige Sponsorengelder noch unbezahlt sein, was nun die Probleme geschafft haben dürfte. Rein sportlich gesehen ist zumindest der erste Grunddurchgang für die Slowenen damit wohl gelaufen. Alles andere als ein letzter Tabellenplatz wäre eine Sensation, denn ab sofort spielt der HKJ fast ausschließlich mit jungen Slowenen. Aber die Krainer haben nicht ausgeschlossen, dass sie rechtzeitig vor Transferschluss noch einmal nachbessern werden. Beim aktuellen Ligamodus würden sie damit in der Zwischenrunde wieder voll mitreden können, wenn es um die letzten beiden Play Off Plätze geht.
Apropos Modus: wie unsinnig dieser ist, war ohnehin bereits von Beginn weg klar. Die aktuellen Beispiele beweisen aber selbst dem letzten Verfechter, dass dieses Modus keine Zukunft hat. Am 20. Jänner wird die letzte Runde im Grunddurchgang gespielt, danach beginnt alles praktisch wieder von vorne. Selbst wenn zum Beispiel Jesenice 20 Punkte Rückstand haben sollte, in der unteren Zwischenrunde dürfen sie weiter um einen Play Off Platz kämpfen. Selbiges gilt für die Top Teams, die zwar automatisch für die Play Offs planen dürfen, die Ausgangslage aber noch ausspielen müssen. Derzeit liegt Linz mit 8 Punkten vor der Konkurrenz, selbst wenn dieser Vorsprung noch deutlich anwachsen sollte, nach dem Spiel am 20.1.2012 wäre der Vorsprung maximal ein Punkt! Unsinnig und hoffentlich nur eine Notlösung für dieses Jahr.
Das gilt auch für die nicht besonders faire Lösung der Arena-Spiele Medvescak Zagrebs. Die Kroaten befinden sich bekanntlich derzeit auf einem Auswärtstrip und spielen fünf Mal in Folge auf fremdem Eis. Dafür dürfen die Kroaten in den letzten 6 Spielen immer zu Hause ran, um in der großen Arena die Zuschauermassen begeistern zu können. Schön für die Bären, aber doch ungerecht gegenüber der Konkurrenz. Immerhin könnte es gegen Ende des Grunddurchgangs noch um wichtige Entscheidungen hinsichtlich der Top 6 gehen und dann wird der Aufschrei groß sein, wenn sich Zagreb dank der Heimspiele noch in diese Tabellenregionen schieben würde. Man darf hoffen, dass schon zuvor alle Entscheidungen gefallen sind und das dann keinen Einfluss mehr hat.
Wie immer, wenn eine Ligapause den Meisterschaftsbetrieb unterbricht gibt es dabei Gewinner und Verlierer. Gerade Teams, die von Verletzungsproblemen gebeutelt sind oder sportliche Probleme haben, können hier durchatmen und vor allem neue Kräfte holen. Das tat man zum Beispiel in Klagenfurt und Graz. Bei den Vienna Capitals ging es überhaupt sehr turbulent zu. Da wurde Pat Kavanagh kurzerhand wieder reaktiviert, obwohl er erst kurz zuvor entlassen worden war. Für Chris Harand, dessen Verletzung überstanden ist, gibt es hingegen keinen Platz. Auch nicht nach der durchaus nachvollziehbaren Entscheidung Harald Ofners, dass er seine sportliche Karriere an den Nagel hängt und die Polizeischule beginnt. Einmal mehr zeigt sich, dass es nicht möglich ist, mit Profieishockey in der EBEL für den Rest des Lebens auszusorgen. Dieser Weitblick, den Ofner hier bewiesen hat, fehlt allerdings vielen Spielern, die dann plötzlich vor dem Nichts stehen. Die viel gescholtene Punkteregel hat übrigens ausnahmsweise keine „Schuld“ an Ofners Entscheidung. Der Stürmer hatte einen Fixplatz in Wien und spielte eine tolle Saison.
Apropos Punkteregel: die Anzeichen verdichten sich, dass sie nicht wie erwartet mit dieser Saison Geschichte sein wird. Ein Großteil der Teams tendiert nun doch dazu, diese Form der Eigenregulierung fortzusetzen. Eine endgültige Entscheidung wird wohl in der Präsidentensitzung fallen, die üblicher Weise Anfang Dezember abgehalten wird.
Positive Neuigkeiten durfte auch der Liga-TV-Partner ServusTV nach der Pause vermelden. Das Match am letzten Sonntag zwischen Tabellenführer Linz und Verfolger KAC sahen in der Spitze 50.000 Zuschauer, was einem Marktanteil von 3% entspricht.
HF.at blickt auch nach Woche 10 kurz zurück und schaut, wie es den einzelnen Teams so ergangen ist in den letzten Runden des Wochenendes. Mit den Auf- und Absteigern, den Überraschungen und auch den Spielern der Woche.
» Zu Teil 2: Die Ränge 1 bis 5
» Das war in Woche 10...
» Die Ränge 1 bis 5
» Die Ränge 6 bis 11
Das war in Woche 10...
Die letzten beiden Wochen standen klar im Zeichen der Schreckensmeldungen aus Jesenice. Wieder einmal verließ gleich eine Handvoll Legionäre die Krainer, weil diese bei der Zahlung der Gehälter säumig waren. Der HKJ versuchte aber sofort zu beruhigen, meldete sich via Brief bei der Liga und unterstrich, dass man diese Saison definitiv zu Ende spielen werde und auch in der kommenden Saison in der EBEL spielen möchte. Seit Jahren sind die Probleme bei den Krainern bekannt, so früh im Jahr wurden sie aber noch nie öffentlich. Das Problem soll vor allem im Bereich der Sponsoren liegen, denn Jesenice bekommt seine Gelder offenbar nur zwei Mal im Jahr ausbezahlt. Zu Beginn einer Saison und dann wieder im Jänner. Aus der ersten Tranche sollen einige Sponsorengelder noch unbezahlt sein, was nun die Probleme geschafft haben dürfte. Rein sportlich gesehen ist zumindest der erste Grunddurchgang für die Slowenen damit wohl gelaufen. Alles andere als ein letzter Tabellenplatz wäre eine Sensation, denn ab sofort spielt der HKJ fast ausschließlich mit jungen Slowenen. Aber die Krainer haben nicht ausgeschlossen, dass sie rechtzeitig vor Transferschluss noch einmal nachbessern werden. Beim aktuellen Ligamodus würden sie damit in der Zwischenrunde wieder voll mitreden können, wenn es um die letzten beiden Play Off Plätze geht.
Apropos Modus: wie unsinnig dieser ist, war ohnehin bereits von Beginn weg klar. Die aktuellen Beispiele beweisen aber selbst dem letzten Verfechter, dass dieses Modus keine Zukunft hat. Am 20. Jänner wird die letzte Runde im Grunddurchgang gespielt, danach beginnt alles praktisch wieder von vorne. Selbst wenn zum Beispiel Jesenice 20 Punkte Rückstand haben sollte, in der unteren Zwischenrunde dürfen sie weiter um einen Play Off Platz kämpfen. Selbiges gilt für die Top Teams, die zwar automatisch für die Play Offs planen dürfen, die Ausgangslage aber noch ausspielen müssen. Derzeit liegt Linz mit 8 Punkten vor der Konkurrenz, selbst wenn dieser Vorsprung noch deutlich anwachsen sollte, nach dem Spiel am 20.1.2012 wäre der Vorsprung maximal ein Punkt! Unsinnig und hoffentlich nur eine Notlösung für dieses Jahr.
Das gilt auch für die nicht besonders faire Lösung der Arena-Spiele Medvescak Zagrebs. Die Kroaten befinden sich bekanntlich derzeit auf einem Auswärtstrip und spielen fünf Mal in Folge auf fremdem Eis. Dafür dürfen die Kroaten in den letzten 6 Spielen immer zu Hause ran, um in der großen Arena die Zuschauermassen begeistern zu können. Schön für die Bären, aber doch ungerecht gegenüber der Konkurrenz. Immerhin könnte es gegen Ende des Grunddurchgangs noch um wichtige Entscheidungen hinsichtlich der Top 6 gehen und dann wird der Aufschrei groß sein, wenn sich Zagreb dank der Heimspiele noch in diese Tabellenregionen schieben würde. Man darf hoffen, dass schon zuvor alle Entscheidungen gefallen sind und das dann keinen Einfluss mehr hat.
Wie immer, wenn eine Ligapause den Meisterschaftsbetrieb unterbricht gibt es dabei Gewinner und Verlierer. Gerade Teams, die von Verletzungsproblemen gebeutelt sind oder sportliche Probleme haben, können hier durchatmen und vor allem neue Kräfte holen. Das tat man zum Beispiel in Klagenfurt und Graz. Bei den Vienna Capitals ging es überhaupt sehr turbulent zu. Da wurde Pat Kavanagh kurzerhand wieder reaktiviert, obwohl er erst kurz zuvor entlassen worden war. Für Chris Harand, dessen Verletzung überstanden ist, gibt es hingegen keinen Platz. Auch nicht nach der durchaus nachvollziehbaren Entscheidung Harald Ofners, dass er seine sportliche Karriere an den Nagel hängt und die Polizeischule beginnt. Einmal mehr zeigt sich, dass es nicht möglich ist, mit Profieishockey in der EBEL für den Rest des Lebens auszusorgen. Dieser Weitblick, den Ofner hier bewiesen hat, fehlt allerdings vielen Spielern, die dann plötzlich vor dem Nichts stehen. Die viel gescholtene Punkteregel hat übrigens ausnahmsweise keine „Schuld“ an Ofners Entscheidung. Der Stürmer hatte einen Fixplatz in Wien und spielte eine tolle Saison.
Apropos Punkteregel: die Anzeichen verdichten sich, dass sie nicht wie erwartet mit dieser Saison Geschichte sein wird. Ein Großteil der Teams tendiert nun doch dazu, diese Form der Eigenregulierung fortzusetzen. Eine endgültige Entscheidung wird wohl in der Präsidentensitzung fallen, die üblicher Weise Anfang Dezember abgehalten wird.
Positive Neuigkeiten durfte auch der Liga-TV-Partner ServusTV nach der Pause vermelden. Das Match am letzten Sonntag zwischen Tabellenführer Linz und Verfolger KAC sahen in der Spitze 50.000 Zuschauer, was einem Marktanteil von 3% entspricht.
HF.at blickt auch nach Woche 10 kurz zurück und schaut, wie es den einzelnen Teams so ergangen ist in den letzten Runden des Wochenendes. Mit den Auf- und Absteigern, den Überraschungen und auch den Spielern der Woche.
» Zu Teil 2: Die Ränge 1 bis 5


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